Meine Tanzohren treffen deine Klangfüße

Wir erfinden gemeinsam Rhythmus und Musik
Instrumente aus Sperrmüll – Ideenreichtum und Phantasie für ein individuelles Instrument
Vom Klangraum zum Bewegungsraum – Klang trifft Raum trifft Körper
Ein Raum voll Klang und Bewegung

 

Klang trifft Raum trifft Körper

Als Kick Off des Projektes bauen wir gemeinsam eine große Klangskulptur aus unseren Fundstücken vom Sperrmüllplatz, den wir auch gemeinsam besuchen. Im Tun gehen wir dabei der Frage nach, wieviel Raum wir uns selber und den anderen Kindern beim Bauen der gemeinsamen Skulptur geben. Wir lassen große und kleinere Instrumente neben einander bestehen und entdecken die jeweiligen Vorzüge der einzelnen Instrumente, die in dieser Klangskulptur zusammen wirken. Ausgehend von dieser klanglichen Vielfalt, wird mit den Kindern spielerisch eine Bewegungssprache entwickelt, die den reichhaltigen Klängen entspricht. Der nächste Schritt liegt in der bildnerischen sowie grafischen Umsetzung der Klangvielfalt. Das Spektrum der grafischen Möglichkeiten werden die Kinder anhand von selbst hergestellten Schablonen umsetzen. Die Zeichen auf den Schablonen geben Verschiedenes wider: Lautstärke, Dynamik, Pausen, Taktart und vieles mehr.

Die Kinder wählen wo sie ihre Stärken sehen: in der Bildgestaltung oder in der Klangerzeugung. Die Klanggruppe musiziert für die Bildgruppe, die Bildgruppe malt, was die Klanggruppe spielt. Danach wird von allen Kindern gemeinsam das entstandene Bild in Bewegung umgesetzt.

Hier liegt der zweite Schwerpunkt des Projektes: Im Ideenreichtum der Bewegungssprache, den die Kinder in Tanz, Musik und Sound umsetzen können.

In der Abschlussphase des Projektes steht die Klangskulptur im Raummittelpunkt. Es gibt zwei Interessensgruppen, die nicht ohne die andere aktiv werden kann: Jedes Kind wählt seine Gruppe. Die Kinder der Klangfüße-Gruppe spielen mit allen Körperteilen auf der Klangskulptur (Fuß, Ellenbogen, Nasenspitze, Kopf…) Die Kinder der Tanzohr-Gruppe bewegen sich zu den Klängen, die sie hören (unter Verwendung der im Projekt erfahrenen Bewegungssprachen)

Schwerpunkt für die praktische Projektdurchführung sind Themen, die sich mit der visuellen, akustischen und räumlichen Wahrnehmung im Alltag der Kinder auseinandersetzen. Die Kinder erforschen und erobern gemeinsam innere und äußere Räume, sie lassen sich auf künstlerische Prozesse ein und geben diesen Prozessen wiederum eine selbst kreierte Sprache: eine Tänzerische und eine Musikalische.

In diesem Projekt werden Neugierde und Forschungsinteresse der Kinder durch spielerische Vernetzung der Kunstsparten geweckt. Im Vordergrund stehen das gemeinsame Bauen der Klangskulptur und die Herausforderung des Umsetzens von Klang in Bewegung. Wie viel Raum braucht ein Klang, um sich zu entfalten? Und wie viel Raum brauchen wir um den Klang in Bewegung zu setzen? Ist dieser Raum immer der Selbe? Wir suchen nach Möglichkeiten des gemeinsamen räumlichen Gestaltens und spüren unseren inneren und äußeren Raum nach.

Aus einem Nebeneinander wird ein Miteinander Vom eigenen Klangraum und innerem Hören zum gemeinsamen Klangraum, gemeinsamen Hören. Vom Ich zum Du, zum Wir.

 

 

 

Projektleitung
Nora Schnabl-Andritsch

Kooperationspartner
Partnerschulen:
Volkschule St.Elisabeth in Wien